Walaa ist Israelin. Sie spielt in der israelischen Profi-Frauen Liga Fußball. Und in der Palästinensischen Nationalmannschaft. Sie lebt zwischen Jenin in der Westbank und Sha’ab in Israel. Sie braucht einen anderen Pass, wenn ihre Nationalmannschaft in Bahrain spielt, da sie als Israelin nicht einreisen dürfte. Sie fährt täglich stundenlang zwischen Spielen und Training, Uni und Freunden hin und her, durch Checkpoints und über Schleichwege, ihr kleines rotes Auto schnurrt bis zur Aufgabe. Barrieren in den Köpfen und Barrieren in der Welt draußen. Was für Walaa aber zählt, ist nur der Fußball.
Regie: Noemi Schneider. Kamera: Sanne Kurz.
Beim DOK-fest München am

  • Sonntag, 11.05.2014, 20:30, Rio 1 arabisch/hebräisch/englische Originalversion mit Deutschen Untertiteln
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  • Dienstag, 13.05.2014, 18:00, Gasteig Vortragssaal, arabisch/hebräisch/englische Originalversion mit Deutschen Untertiteln
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drinnen und draussen Ausstellung mit Film von Sanne Kurz KameraEine wunderbare Vernissage, die herrlich schimmlige Schillerstraße, Berlinerischste Straße Münchens, interessante Diskurse, fesselnde Gespräche, tolle Beiträge von acht Kollegen u.a. aus den Sparten Installation, Audio-Art, Skulptur, Fotografie und Video Kunst. Emotionales, Mut Machendes und Bedrückendes, aber immer Bewegendes – all das ist drinnen&draußen – Neun Blicke auf unsere Gesellschaft, eine Ausstellung der Nemetschek Stiftung in den Räumen der Galerie Kullukcu & Gregorian.

Christiane Huber und ich sind mit einer Videoarbeit vertreten. Das Material entstand gemeinsam mit  Vanessa van Houten. Für die Montage zeichnet Lambert Strehlke verantwortlich. – Aus dem Programmheft:

„Wo gibt es in unserer Gesellschaft überall „drinnen und draußen“? Wie fühlt sich „draußen“ eigentlich an? Wie kann es gelingen, (wieder) teilzuhaben?
Moderne Gesellschaften sind stets gekennzeichnet von einem „drinnen“ und „draußen“: Es gibt – in unterschiedlichem Ausmaß – in jeder Gesellschaft Gruppen, denen die soziale oder politische Teilhabe verwehrt ist. Ausgrenzung kann aufgrund sozialer, politischer oder kultureller Faktoren entstehen und beispielsweise die Folge von prekären Arbeitsverhältnissen, geringer Bildung, Migration, Armut oder Religionszugehörigkeit, aber auch von Alter oder Krankheit sein. Ebenso unterschiedlich wie die Gründe sind auch die Auswirkungen von Ausgrenzung und nicht immer sind sie sichtbar.“

Das Beste: es ist noch nicht vorbei. Nein, es kommt sogar noch mehr, noch besser:

Samstag ein Konzert mit Finn Nelé, Sonntag „Tête-à-Tee“ ein soziologischer Salon mit Impulsvortrag zur besten Tea-Time, Dienstag Lesung mit Maximilian Dorner zum Thema „Bin ich ein Held?“, Mittwoch eine Podiumsdiskussion zum Leben im südlichen Bahnhofsviertel.

Die Ausstellung in der Schillerstraße 23 ist noch bis 1.12.2013 täglich geöffnet von 14-20 Uhr.
Eintritt, auch zum Rahmenprogramm, ist frei. Barrierefreier Zugang vorhanden. http://drinnenunddraussen.org.

Sanne Kurz Kamera mit Christiane Huber Kunst

Immer noch zu sehen ist unsere Einzel-Ausstellung „Ansichten“ in Berlin. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit Christiane Huber entstanden großformatige Porträts in Schwarz-Weiß. Ein Wochenende lang arbeiteten wir mit den Gästen der Bahnhofsmission Berlin Ostbahnhof. Gesten, Gesichter und Geschichten von Menschen, die ohne Worte etliches mehr sagen als andere mit viel Gerede.

(Noch bis einschließlich Januar im Berliner Hauptbahnhof, Räume der Bahnhofsmission, neben Dunkin Donuts und gegenüber Vapiano. Bitte klingeln.) 

 

Bahnhofsmission München - Kamera Sanne Kurz

Hauptbahnhof, Gleis 11. Starbucks lockt, aber Rat und Hilfe für Zug-Reisende und Lebens-Reisende gibt es eine Tür weiter. Die Bahnhofsmission München, für die ich bereits vor zwei Jahren gemeinsam mit der Australisch-Deutschen Regisseurin Vanessa van Houten ein wunderbares Projekt machen durfte, lud die Münchner Künstlerin Christiane Huber ein, ein Fotoprojekt mit den Gästen der Mission zu machen.

Ein Raum mit Ruhe, etliche begeisterte Gäste der Bahnhofsmission, eine wirklich wunderbare Betreuung und die zahlreichen Geschichten, die die Menschen mit ins Studio brachten machten das Projekt zu einem herrlichen Erfolg für alle Beteiligten.

Die Ausstellung ist zu sehen am Tag der Bahnhofsmissionen, Samstag, 20. April 2013, Hauptbahnhof München, Gleis 11.

 

Kind in der Mongolei schaut bei Sonnenaufgang in ein Tal mit einem Fluss. Kamera Sanne Kurz Wir haben es mit The Singer weit gebracht, bedenkt man die oft herausfordernden Produktionsumstände dieses Drehs. Eine Gruppe wirklich wunderbarer Leute hat sich nun zusammen gefunden für unsere Film-Nachbearbeitung. Wir sind sehr glücklich, dass Bernhard Wießner für die Montage des Films mit an Bord ist. – Wir alle sind überaus dankbar für die Unterstützung, die wir von so vielen Menschen auf dem langen Weg bisher erfahren haben.
Der Schnitt beginnt dieser Tage in Berlin.

Seit zwei Tagen sind wir zurück aus Shanghai, China.

Unser Film ist beinahe abgedreht, Shanghai und Ulaanbaator wurden für den Augenblick eines Wimpernschlages zur zweiten Heimat.

Das haben wir bisher gemacht. Mein Kameraassistent,  Lambert Strehlke  war so nett, einige Bilder zu kopieren:

 

Ein kleiner Dreh in München sucht für Di, 7.8.2012, noch zwei Statisten. 18-24 Jahre alt, Typ „Student“. Gedreht wird in der Zeit von 11:00-15:30, jeder Statist kommt max. eine Stunde zum Einsatz. Aufwands-Entschädigung: 30,-€. Interessiert? Mail bitte hier.

 

Rodicas, das Dokumentarfilm Debut der Deutschen Regisseurin Alice Gruia um Ihre jüdische Großmutter Rodica Gruia und deren beste Freundin Rodica Grill, gewann letzte Woche den ersten Preis beim SiciliAmbiente Documentary Film Festival.

Rodicas gewann in Sizilien nicht nur das Publikum im rappel-vollen Open-Air-Screening für sich, sondern konnte auch die Jury überzeugen:

Rodicas von Alice Gruia für die Schönheit der Charaktere, der beiden jungen 80ig jährigen Frauen, die eine Stärke besitzen, die wir uns wünschen zu haben.

Für die kinematografische Erzählweise, genutzt um zwei Leben so intensiv zu zeigen, und für die Finesse mit solch wichtigen Themen wit Tod, Leid und Freude umzugehen.

Ein Debutfilm großer Intensität.

Gratulation, Alice! Alles Gute!

[vimeo https://vimeo.com/24257933]